Weniger ist oftmals mehr. Bei dieser Behauptung handelt es sich nicht um eine völlig neue Erkenntnis, sondern um einen Erfahrungswert. Insbesondere wenn es darum geht, feine Druckbilder zu erzeugen, sind kleine Tröpfchen dem entsprechend effektiver, als große Tropfen, die eine Feinabstimmung von Farben und Übergängen kaum zulassen. Tintenpatronen sind im Laufe der letzten Jahre so weiter entwickelt worden, dass sie mit einem Billionstel Tröpfchen auskommen, was gerade noch einem Picoliter entspricht. Vor ein paar Jahren lag die feinste mögliche Dosierung noch bei 100 Picolitern. Die Entwicklung der Patronen hat also nicht nur in technischer Hinsicht enorme Fortschritte gemacht, sondern durch minimierte Tröpfchengrößen auch im Hinblick auf den Verbrauch. Letzterer ist nicht nur wesentlich sparsamer als noch vor ein paar Jahren, sondern erzeugt zudem wesentlich klarere Druckbilder.
Da die Anschaffung eines Druckers meist unverhältnismäßig günstig ist, die Hersteller jedoch an irgendwas verdienen müssen, sind die Kosten für Tintenpatronen mitunter astronomisch. Oftmals ist es durchaus eine Überlegung wert, sich statt neuer Patronen lieber einen neuen Drucker anzuschaffen. Allerdings beinhaltet ein solcher Gedanke gewisse Tücken: Ein anderer Drucker verfügt üblicherweise über eine andere Technik. Somit müsste sich der Verbraucher mit dem Erwerb zwangsläufig an eine andere Verwendung gewöhnen. Einstellungen müssen wieder neu gewählt werden und ob das Druckergebnis ebenso überzeugt, wie bei dem vorherigen Drucker, weiß auch keiner, bevor er es nicht ausprobiert hat. Insofern bleiben viele Konsumenten lieber ihrem gewohnten Drucker treu, statt sich permanent an neue Techniken zu gewöhnen. Was gibt es also sonst für Möglichkeiten, um die Folgekosten so überschaubar und gering wie möglich zu halten? Die Antwort ist ganz einfach: Eine clevere Wahl der Tintenpatronen.
Einzeltanksysteme ermöglichen einen effektiven Einsatz der am häufigsten benötigten Farben, wie Yellow, Magenta und Cyan. Sie gestatten außerdem den vorzeitigen Austausch von Schwarz, denn die meisten Schriftstücke werden nicht farbig, sondern überwiegend mit schwarzer Tinte gedruckt. Wenn die Farben und das Schwarz aus einer einzigen Patrone entnommen werden, ergibt sich oftmals die Situation, dass die Farben noch vorrätig sind aber entsorgt werden müssen, weil das Schwarz bereits verdruckt wurde. Bei Einzeltanksystemen entfällt diese Verschwendung, da nur der Tank erneuert werden muss, der tatsächlich leer ist. Hier ergibt sich somit eine effektive Möglichkeit, nicht nur die Umwelt durch Vermeidung von Müll zu schonen, sondern vor allem den eigenen Geldbeutel. Einzeltanksysteme werden mittlerweile von fast allen Herstellern angeboten. Die Zahl der einzelnen Tanks variiert dabei jedoch: Von zwei Tanks, die einmal alle Farben und einmal das Schwarz enthalten, bis hin zu fünf Tanks, die jeweils eine Farbe, sowie zwei unterschiedliche schwarze Tinten enthalten, bietet der Markt dem wählerischen und bewusst kalkulierenden Kunden alle Variationen an.
Der Transport und die Verpackung von Waren stellen oftmals die größten Kostenfaktoren dar. Die Tinte selbst wäre in einem Eimer pro Liter vielleicht sogar schon für 10 Euro zu bekommen. Allerdings ist sie in diesem Zustand mit einem Drucker natürlich nicht verwendbar, sondern nur wenn sie in Patronen abgefüllt wurde. Insofern ist es ratsam darauf zu achten, über welche Füllmengen die jeweiligen Patronen verfügen. Wer genau weiß, dass er ganz überwiegend in einem bestimmten Farb-Bereich drucken wird, tut gut daran, Patronen zu erwerben, die mit der benötigten Farbe über entsprechend größere Füllmengen verfügen. Auch auf diese Weise ist eine erhebliche Kostenersparnis zu erzielen. Eine weitere Möglichkeit, um die Folgekosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten, ist die Verwendung von Alternativen, wie kompatiblen oder wiederaufbereiteten Patronen:
Kompatible Patronen werden nach dem gleichen System hergestellt, wie es sich bei den Marken-Herstellern bereits bewährt hat. Da jedoch in diesem Fall kein großer Name mit bezahlt werden muss, sind die Kosten pro Patrone deutlich günstiger. Dabei spielt es keine Rolle, ob die kompatiblen Tintenpatronen innerhalb oder außerhalb Europas hergestellt wurden; das System ist das gleiche. Bei wiederaufbereiteten Patronen handelt es sich um alte Patronen, die nach sorgfältiger Reinigung und Prüfung erneut befüllt werden. Hierbei entfällt die komplette Herstellung der Patronen-Gehäuse und der damit verbundenen Technik. Dadurch sind die Kosten wesentlich geringer als für ganz neu hergestellte Patronen, für die Rohlinge immer neu produziert werden müssen. Mit wiederaufbereiteten und kompatiblen Patronen können also, genauso wie mit Einzeltank-Systemen, die Folgekosten wesentlich genauer kalkuliert und dabei eine Menge Geld gespart werden.
Wer einen Drucker von Lexmark oder HP besitzt, sollte einfach mal
auszuprobieren, wie viel Geld mit wiederaufbereiteten Patronen gespart
werden kann. Es müssen nicht immer Original Produkte der Hersteller
sein, um gute Druckergebnisse zu erzielen. Einen Versuch ist es allemal
wert und die Kostenersparnis spricht für sich. Die Namen Brother, Canon
und Epson stehen eher im Zusammenhang mit kompatiblen Patronen. Auch
hier sind sehr nennenswerte Einsparungen bei sehenswerten Ergebnissen
möglich. Es ist unerheblich, ob Texte und sonstige Dokumente den
Drucker verlassen oder Fotos und Grafiken: Jeder Druck pro Seite ist
deutlich günstiger, wenn alternative Patronen verwendet werden. Fotos
können durchaus Labor-Qualität haben und Budgets können bei Einsatz
alternativer Patronen ein ebenso klares Druckbild aufweisen, wie mit
Markenwaren. Bei Budgets gibt es allerdings einen Unterschied: Die
Endsumme sieht sehr viel positiver aus, da weniger für Tintenpatronen
ausgegeben wurde. Denn wie gesagt: Weniger ist oftmals mehr!