Das Teuerste bei der Anschaffung eines Druckers sind oftmals die
Folgekosten. Insofern lohnt es sich für Verbraucher generell, vorab zu
prüfen, mit welchem finanziellen Aufwand der Drucker zukünftig mit
Druckerpatronen bestückt werden kann. Verschiedene Systeme bieten nicht
nur unterschiedliche Möglichkeiten der Nutzung, sondern sie bedienen
auch jeweils individuelle Ansprüche und Notwendigkeiten. Dem
entsprechend kann es durchaus entscheidend sein, ob der Verbraucher nur
Schriftstücke zu drucken beabsichtigt, oder auch Grafiken und sonstige
Aufstellungen in farbig oder Schwarz/Weiß. Sollen außerdem Fotos
gedruckt werden, stellt auch das an einen Drucker andere
Herausforderungen, als wenn ausschließlich Fließtext in Schwarz
benötigt wird.
Wenn zum Beispiel regelmäßig zahlreiche Exemplare von Budgets oder
Bilanzen ausgedruckt werden sollen, ist auch die Geschwindigkeit pro
Seite ein entscheidendes Kriterium. Je nach Druckumfang kann es
außerdem sinnvoll sein, drauf zu achten, dass bestimmte Tintenfarben in
größeren Kartuschen erhältlich sind. Diesen Vorteil gewährleisten
Einzeltanksysteme die über unterschiedliche Füllmengen verfügen: Hier
kann der Nutzer beispielsweise das Schwarz austauschen, sobald es sich
dem Ende zuneigt; die anderen Farben, wie Magenta, Cyan und Yellow
verbleiben jedoch im Drucker, bis auch sie nahezu restlos verbraucht
sind. Ein vorzeitiger und somit unnötiger, sowie übermäßige Kosten
verursachender Austausch von Druckerpatronen, die eigentlich noch über
verwendbare Kapazitäten verfügen, entfällt somit, was die Folgekosten
ebenfalls positiv beeinflusst.
Zahlreiche Hersteller bieten zu ihren jeweiligen Druckern so genannte
Druckkosten-Vergleiche an. Diese sollte sich der Kunde jedoch sehr
genau ansehen, da die Methoden der Druckkosten-Berechnung sehr
unterschiedlich sind. Der Tintenverbrauch ist generell abhängig von der
Flächendeckung, mit der Dokumente zur Kostenermittlung pro Ausdruck
erstellt werden. Wenn ein Anbieter ein Text-Dokument mit einer 5 %igen
Flächendeckung erstellt und zum Test heran zieht, sind der
Tintenverbrauch und die zum Ausdruck benötigte Zeit natürlich
wesentlich geringer, als in einem Test mit ca. 60 %iger Flächendeckung,
wie beispielsweise beim Ausdruck von Fotos. Selbstverständlich ist
außerdem die Frage von entscheidender Relevanz, ob überwiegend
Ausdrucke in Schwarz und Weiß oder ebenso häufig bzw. überwiegend in
Farbe benötigt werden. Auch hier kann der Verbraucher bereits erkennen,
in welcher ungefähren Höhe Folgekosten auf ihn zukommen können, da er
üblicherweise bereits absehen kann, was er vorzugsweise auszudrucken
gedenkt.
Eine weitere Kostenersparnis kann der Endverbraucher durch die
Verwendung von Alternativen erzielen. Wiederaufbereitete oder
kompatible Patronen leisten hier erstaunlich gute Dienste, und das
mitunter zu wesentlich günstigeren Preisen. Der Unterschied zwischen
kompatiblen und wiederaufbereiteten Patronen definiert sich über die
Art der Herstellung: Kompatible Druckerpatronen werden ganz neu
produziert. Der Nachbau erfolgt unter Berücksichtigung der
Lizenz-Rechte des jeweiligen Original Herstellers, und das weltweit. Es
ist also völlig unerheblich, ob kompatible Patronen in Europa oder
anderswo hergestellt wurden. Insbesondere bei Canon, Epson und Brother
beinhaltet das Angebot kompatible Patronen. Unter anderem bei Lexmark
und HP haben sich wiederaufbereitete Patronen bewährt.
Bei der Wiederaufbereitung wird das Gehäuse bzw. der Rohling der
Patrone, sowie die Kontakte, die Elektronik und die Düsenplatte erneut
verwendet: Die Komponenten werden teilweise zerlegt und anschließend
wieder zusammengesetzt, nachdem sie sorgfältig gereinigt wurden. Danach
erfolgt eine Wiederbefüllung und Prüfung auf Funktionalität. Es
versteht sich von selbst, dass Original Hersteller gern behaupten, dass
ihre Produkte leistungsfähiger und effektiver sind, als die
zahlreichen, wiederaufbereiteten oder kompatiblen Patronen. Das mag von
Fall zu Fall auch durchaus zutreffend sein. Als generell gültige
Aussage sollte der Endverbraucher solche Behauptungen jedoch nicht
unbedingt verstehen. Natürlich hat jeder Hersteller ein gesteigertes
Interesse daran, dass seine eigenen Druckerpatronen vor allen anderen
verkauft werden. Davon sollte sich der Verbraucher jedoch nicht
pauschal blenden lassen, ohne die Effizienz entsprechend seines
persönlichen Bedarfs zu überprüfen.
Letztendlich kommt es maßgeblich auf die individuellen Ansprüche und
Erfordernisse eines jeden Konsumenten an. Alternative Produkte für den
eigenen Drucker einfach mal auszuprobieren kann dem entsprechend sehr
sinnvoll und Kosten sparend sein. Um effiziente Druckergebnisse zu
erzielen ist auch die während des Druckvorgangs ausgegebene
Tröpfchengröße ein entscheidendes Kriterium. Das betrifft gleichermaßen
den Tintenverbrauch und das Druckergebnis. Insbesondere Fotos verfügen
über ein wesentlich klareres und schärferes Bild, wenn die
Tröpfchengröße möglichst gering ist. Details sind Dank feinster
Übergänge der Farben gestochen scharf zu erkennen. Eine entsprechende
Schärfe wird natürlich bei Schriften, sowie Grafiken aus Schrift und
Abbildung erreicht. Von ehemals 100 Picolitern pro Tropfen ist die
Entwicklung mittlerweile bei gerade noch einem Picoliter, also einem
Billionstel Liter pro Tröpfchen, angekommen.
Im Laufe der letzten Jahre hat sich durch wesentlich höher entwickelte
Tinten außerdem die Trocknungszeit von Dokumenten maßgeblich
verringert. Der Einsatz von Mikrodüsen ermöglicht es zudem, dass
innerhalb einer Sekunde um die 25 Millionen Tröpfchen, teilweise noch
mehr, das Papier erreichen. In einer Minute können somit inzwischen
über 20 Seiten Text in Schwarz/Weiß oder bis zu 20 Seiten Text in Farbe
gedruckt werden. Der Ausdruck eines Din A4 Fotos benötigt meist nur
noch wenige Sekunden. Eine wesentlich höhere Präzision ist kaum
vorstellbar und war vor wenigen Jahren noch völlig undenkbar. Die
tatsächliche Anzahl der Seiten nebst der entsprechenden Druckzeit hängt
natürlich unter anderem vom jeweils eingesetzten Druckertyp und den
verwendeten Düsen ab. Die Wahl der Druckerpatronen ist jedoch
maßgeblich für die Qualität und Effizienz der Druckergebnisse
verantwortlich.